Expandmenu Shrunk


  • Category Archives Wirtschaft
  • Nigeria: Größtem Erdölproduzenten Afrikas droht Hungerkatastrophe

    Nigeria: Größtem Erdölproduzenten Afrikas droht Hungerkatastrophe

    Eine Frau läuft über eine Mülldeponie in der nigerianischen Hauptstadt Lagos.
    Trotz einzelner Erfolge der Regierung im Kampf gegen Boko Haram bahnt sich im Norden Nigerias eine Hungerkatastrophe an. Allerdings tragen nicht nur die Terroristen, sondern auch westliche Akteure Mitverantwortung an der nach wie vor verbreiteten Armut.

    Nach Information der Vereinten Nationen sind im Nord-Osten Nigerias, allen voran im nigerianischen Bundesstaat Borneo, mehr als sieben Millionen Menschen dringend auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Weite Teile dieser Region werden nach wie vor von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ kontrolliert. Etwa 2,5 Millionen Einwohner sind auf der Flucht und irren nach wie vor als Binnenvertriebene in Nigeria und in den angrenzenden Staaten Niger, Tschad und Kamerun umher. Mehr als eine halbe Millionen Kinder ist unterdessen vom Hungertod bedroht. Jeden Tag könnten demnach im laufenden Jahr etwa 200 Kleinkinder an den Folgen des Hungers sterben, so das Kinderhilfswerk UNICEF.

    Eine der Ursachen für die verheerende Situation ist, dass durch das Wüten Boko Harams das lokale Gesundheitssystem der Region zum größten Teil zusammengebrochen ist. Experten der Vereinten Nationen warnen bereits davor, dass die nigerianische Tragödie zu einer neuerlichen Fluchtwelle nach Europa führen könnte.

    ——————————————————————————————————————————————————————————–

    General James Linder (r.), Oberbefehlshaber des US Special Operations Command Africa, begrüßt einen Soldaten in Niger.

    Doch kaum einer möchte seine Heimat freiwillig verlassen, daher sollte die so genannte Internationale Gemeinschaft die lokalen Institutionen und Behörden dringend dabei unterstützen, deren Zukunft vor Ort zu sichern. Dazu erklärt Toby Lanzer, UNO-Koordinator für humanitäre Hilfe in der Sahel-Zone:

    Das ist es auch, was die Leute wollen. Niemand will freiwillig seine Heimat aufgeben. Wenn die internationale Gemeinschaft jetzt nicht einschreitet, dann wird die Krise noch schlimmer. Es wird dann noch mehr kosten, der Krise beizukommen.

    Die UN schätzt die Kosten für einen Hilfseinsatz im laufenden Jahr auf rund 1,5 Milliarden Dollar (1,4 Millionen Euro). In Oslo soll am 24. Februar eine Geberkonferenz abgehalten werden.

    Sollte dies jedoch nicht geschehen, dann, so Lanzer,

    sollten Europäer nicht überrascht sein, wenn mehr und mehr Menschen fliehen. Und sie werden nach Europa fliehen.

    Ein weiterer Grund für die Leichtigkeit, mit der die Hungerkrise im bevölkerungsreichsten Staat des afrikanischen Kontinents um sich greift, ist die tiefe Wirtschaftskrise, die das Land ergriffen hat. So kämpft der Koloss auf tönernen Füßen mit dem aktuell nach wie vor niedrigen Erdölpreis. Der nigerianische Staat tut sich zudem schwer damit, seine Wirtschaft zu diversifizieren und damit seine Abhängigkeit vom Export des Rohstoffs zu relativieren. Auch zwei Jahre nach seinem Amtsantritt vermochte es Präsident Muhamadu Buhari bislang nicht, der Wirtschaft neue Impulse zu geben.

    ——————————————————————————————————————————————————————————–

    Flüchtlinge durchqueren die Sahara in Richtung Libyen; Agadez, Niger, 9. Mai 2016.

    Die grassierende Krise Nigerias spielt sich jedoch nicht nur im Norden des Landes ab. Auch im christlich geprägten Süden gärt es erneut. Seit 2015 sind unter anderem auch wieder die Anhänger eines unabhängigen Staats Biafra aktiv gegen die Zentralregierung. Als Donald Trump das Amt des US-Präsidenten antrat, versammelten sich Tausende auf den Straßen, um ihre Sympathie für Trump und dessen Sieg gegen das Establishment zum Ausdruck zu bringen. Im Zentrum der Proteste steht erneut das ölreiche ökonomische Herz Nigerias, das Nigerdelta. Dort sind auch die Angriffe auf Ölförderanlagen erneut aufgeflammt.

    Gut in Erinnerung mögen vielen noch die bereits etliche Jahre zurückliegenden Auseinandersetzungen zwischen der Volksgruppe der Ogoni und dem Ölkonzern Shell sein. Shell geriet damals in die Schlagzeilen, weil der Konzern weite Teile des Deltas verschmutzte und damit den örtlichen Fischern die Lebensgrundlage entzog. Als Folge musste sich der Konzern 1993 aus der Region zurückziehen. Der nigerianische Bürgerrechtler Ken Saro-Wiwa und acht weitere Regime-Kritiker wurden als Folge des Protests und zumindest unter Mitwisserschaft Shells von der damaligen Regierung hingerichtet.

    Nun hat ein britisches Gericht eine Sammelklage von mehr als 40.000 Bewohnern des Niger-Deltas gegen Shell im Zusammenhang mit den Vorwürfen massiver Umweltverschmutzung zurückgewiesen. In diesem Fall ging es um das nigerianische Shell-Tochterunternehmen SPDC. Nach Ansicht der Richter könne Shell nicht für Umweltverstöße seines nigerianischen Tochterunternehmens in die Verantwortung gezogen werden.

    Die Kläger hingegen argumentierten, dass Shell durchaus verantwortlich für das Fehlverhalten seines nigerianischen Tochterunternehmens sei. Die Klage wurde von Bewohnern der Region Bille eingereicht. Eine zweite Sammelklage wurde erneut von zehntausenden Betroffenen aus den Reihen der Ogoni eingereicht. Doch der Arm des Shell-Konzerns reicht noch weiter.

    ——————————————————————————————————————————————————————————-

    Ein Dorfbewohner zeigt einen Eimer voll mit Rohöl verschmutzem Wasser aus dem Niger-Delta, verursacht durch ein jahrelanges Leck in einer  Shell-Pipeline, Oktober 2015.

    Demnach kabelte die amerikanische Botschaft in Abuja bereits vor einigen Jahren Berichte nach Washington, die erläuterten, in welchem Ausmaß Shell die nigerianische Regierung bereits infiltriert habe. So berichtete die Shell-Managerin Ann Pickard US-Diplomaten bereits im Jahr 2009, dass das Unternehmen „schon vor Jahren Mitarbeiter in allen wichtigen Ministerien installiert“ habe. Auf diese Weise sei Shell „jederzeit über alle politischen Vorhaben und Entscheidungen in dem ölreichen Land informiert“.

    Sie wissen alles“, berichteten die Diplomaten.

    Es lässt sich nur erahnen, auf welche Weise der britisch-niederländische Konzern als Staat im Staat diese Macht tatsächlich nutzte. Doch der Einfluss westlicher Unternehmen und Regierungen stößt damit noch lange nicht an seine Grenzen. Im Zentrum steht dabei unter anderem die Europäische Union. So tragen die euphemistisch „Economic Partnership Agreements“ (EPA) genannten Freihandelsabkommen der EU mit mehreren Staaten Afrikas, darunter Nigeria, zum dortigen Elend bei. Die EPAs zwingen die afrikanischen Staaten zu einer radikalen Marktöffnung für EU-Importe. Dadurch kommen EU-Unternehmen unter anderem leichter und günstiger an Rohstoffe, da die Abkommen auch den Abbau von Exportsteuern vorsehen.

    Da die afrikanischen Volkswirtschaften nach wie vor im globalen Wettbewerb nicht konkurrenzfähig sind, werden durch die EU-Importe zunehmend lokale Produkte und Angebote aus den entsprechenden Märkten verdrängt. Hinzu kommen Zollausfälle, die ebenfalls den staatlichen Haushalten zusetzen. Nach Angaben der Weltbank machen Zölle in afrikanischen Ländern südlich der Sahara bis zu zehn Prozent der Staatseinnahmen aus.

    Um die widerspenstigen afrikanischen Staaten zur Unterzeichnung zu bewegen, wurde diesen damit gedroht, die Zollfreiheit zu ihren Gunsten zu entziehen und Strafzölle zu erheben. In der Konsequenz wird die aufkeimende industrielle und landwirtschaftliche Produktion im Keim erstickt. Freihandel vor dem Hintergrund einer derart verzerrten und ungleichen Wettbewerbssituation wie jener zwischen Europa und den Staaten Afrikas spricht den vermeintlich hehren Zielen dieser Partnerschaft Hohn.

    ——————————————————————————————————————————————————————————-

    Ein Arbeiter in einer illegalen Rohölraffinerie in Nigeria's Öl-Bundesstaat Bayelsa, November, 2012.

    Wäre die EU, statt von Werten, Entwicklungshilfe und Partnerschaft zu reden, tatsächlich dazu bereit, einen Betrag zum wirtschaftlichem Aufschwung in den Staaten Afrikas leisten – und dadurch auch Fluchtursachen in Herkunftsländern zu bekämpfen -, dann wäre es jetzt höchste Zeit, dementsprechend zu handeln. Was passiert, wenn die EU einerseits versucht, Fluchtursachen zu bekämpfen, aber andererseits gleichzeitig neue schafft, lässt sich aktuell vielerorts auf tragische Weise beobachten.

    Derweil erntet die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström heftige Kritik aus Nigeria, das sich nach wie vor weigert, das ominöse Partnerschafts-Abkommen zu unterzeichnen. Am 24. Januar hielt Malmström eine Rede bei einer Veranstaltung von ActionAid und dem Europäischen Gewerkschaftsbund in Brüssel. Bei dieser Gelegenheit rief der diplomatische Vertreter Nigerias sie dazu auf, die EPAs neu zu verhandeln. Dies lehnte die EU-Handelskommissarin ab. Derweil haben 16 Staaten Afrikas die Freihandelsabkommen auf Druck der EU bereits unterzeichnet.

    https://deutsch.rt.com/afrika/45967-nigeria-oel-hunger-afrika-eu-usa/

    Share Button


  • „High Noon“ für das Bargeld! (1)

    von Guido Grandt

    Der Kampf gegen das Bargeld bekommt eine neue Dimension! Denn nun bereitet sogar die EU-Kommission ein Gesetz zur einheitlichen Begrenzung vor. Dieses soll 2018 vorliegen. Konkret geht es dabei um eine Obergrenze für Bargeldzahlungen.

    Klammheimlich schleicht das Bargeldverbot durch die Hintertür

    Schon längst weise ich bei meinen Volkspetition News daraufhin, dass die Politik-, Wirtschafts- und Finanzeliten das Cash am liebsten gleich ganz abschaffen würden. Doch mit einer Hauruck-Aktion würde es zu schweren Verwerfungen kommen. Vor allem zu gesellschaftlichen. Deshalb schleicht das Bargeldverbot klammheimlich durch die Hintertür. Zunächst werden die größeren Scheine abgeschafft, wie es in der EU bereits mit dem 500-Euro-Schein gemacht wurde. Sukzessive werden weitere folgen. Und es wird zu einer Obergrenze für Bargeldzahlungen kommen. Genauso, wie es zurzeit hinter vorgehaltener Hand in Brüssel besprochen wird.

    Wissen Sie was: Die EU-Staaten brauchen jeden Cent, um die Schulden- und Bankenkrise in den Griff zu bekommen. Bevor das Ganze vollends zusammenkracht greifen Sie zu allen Mitteln. Ganz egal, wie schmutzig diese auch sind!

    Die Bargeldobergrenze

    Eines dieser Mittel ist eine einheitliche Bargeldobergrenze. Dadurch sollen die dahingehenden unterschiedlichen Praktiken in der Europäischen Union nivelliert werden. Tatsächlich gibt es große Unterschiede. Während in Frankreich die Obergrenze bei 1.000 Euro liegt, beträgt sie in Italien 2.000 Euro. Und in Deutschland? Hier gibt es noch keine, wird aber heftig diskutiert. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble legte sich bereits auf eine Obergrenze von 5.000 Euro fest. Ob es nachher soweit kommt, steht noch in den Sternen. Wenn Sie mich fragen, wird sich die EU auf einen Betrag weit darunter festlegen!

    So wird Ihnen ein Cash-Verbot schmackhaft gemacht

    Nachdem also herausgefunden wurde, was Zentralbanken, Unternehmen, Bürger, Steuerfahndung, Strafverfolgungsbehörden und der Zoll über eine Cash-Obergrenze denken, soll eine solche nächstes Jahr kommen. Natürlich nicht ohne vorher den Bürger damit einzulullen, dass die Bargeldbeschränkung etwas Tolles und Notwendiges ist. Vor allem im Kampf gegen Geldwäsche, Terrorismus, Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit unverzichtbar ist. Das sind jedenfalls die herkömmlichen Argumente um Ihnen schmackhaft zu machen, dass Sie ohne Bargeld besser dran sind.

    Sie haben kein Grundrecht auf Bargeld!

    Wie perfide die EU dabei vorgeht zeigt, dass in dem Papier, das gerade ausgearbeitet wird eines festgestellt wird: Dass es kein Grundrecht auf Bargeld gibt! Verstehen Sie! Sie haben gesetzlich keinen Anspruch darauf, dass Sie cash bezahlen können. Das ist eine sehr wichtige Erkenntnis! Denn dadurch haben Sie auch keine rechtlichen Möglichkeiten sich dagegen zu wehren. Und damit auch nicht gegen die Praxis des zukünftigen lückenlosen bargeldlosen Zahlungsverkehrs!

    So einfach ist das also! Egal, ob es Ihnen nachher passt oder nicht – Sie haben keine Chance etwas dagegen zu unternehmen.

    Verhindern Sie ein Bargeldverbot in der EU

    Wie gesagt, auch in der EU droht nicht nur eine Obergrenze für Bargeld, sondern gleich gar ein Cash-Verbot. Helfen Sie deshalb mit, ein solches zu stoppen! Zeichnen und verbreiten Sie unsere Petition gegen ein Bargeldverbot.

    Hier: https://www.volkspetition.org/petitionen/bargeldverbot-stoppen/

    Denken Sie immer daran: Sie haben ein Recht auf die Wahrheit!

    Herzlichst Ihr

    Guido Grandt

    volkspetition.org News

    Share Button


  • NGOs als neoliberale Propaganda- und Kampforganisationen“ – Die Welt im Zangengriff der Milliardäre Teil 3

    Wolfgang Effenberger, renommierter Buchautor von „Geostrategie“, schreibt über Medien, Politik, Kunst, Militär, Stiftungen, Think Tanks, Graswurzelbewegungen und die „Strippenzieher“ und Finanziers dahinter: „Das muss nicht immer offen erfolgen, mit Geschick lassen sich auch erfolgreiche angesehene Organisationen unterwandern.“

    „Wer beherrscht die Welt?“ fragt Noam Chomsky, seit den 1960er Jahren prominentester Kritiker der US-amerikanischen Politik, in seinem aktuellen Buch. (1)

    Da sind natürlich zuerst die Großmächte, also Staaten, als Akteure in der Weltpolitik. Doch so einfach darf man es sich nicht machen, schreibt Chomsky und zitiert den schottischen Moralphilosophen, Aufklärer und Begründer der klassischen Nationalökonomie, Adam Smith (1723-1790), der es schon im 18. Jahrhundert für

    Continue reading  Post ID 7154

    Share Button


  • Muslime übernehmen nordenglische Stadt: „Ein Vorbild für Deutschland“ …… ?

    Sie sind erfolgreich und streng religiös. In der nordenglischen Stadt Blackburn prägen Muslime das Stadtbild, während Engländer immer weiter in die Randgebiete der Stadt flüchten. Integration sieht anders aus.

    Die Stadt Blackburn in Nordengland hat in Großbritannien den größten muslimischen Bevölkerungsanteil nach London.  Die meisten der 50.000 Muslime in Blackburn sind beruflich erfolgreich und streng gläubig, 52 Moscheen zählt die Stadt.

    Während die Muslime sich stetig im Stadtzentrum ausbreiten, ziehen ansässige Engländer immer weiter in die Randgebiete der Stadt. Ein gutes Miteinander gibt es offenbar nicht, im Gegenteil: Die Muslime leben in ihrer ganz eigenen Parallelwelt.

    Eine Muslimin, die in England aufgewachsen ist, und in Blackburn ihre eigene Fahrschule besitzt, ist überzeugt davon, dass Blackburn auch ein Vorbild für Deutschland sein könnte. „Vielleicht sieht es in 30 Jahren in Deutschland ähnlich aus, lass die Muslime lernen, ihre Religion ausüben und ihre Kultur ins Land bringen, dann funktioniert das so, wie bei uns,“ sagt sie gegenüber einem deutschen Reporter.

    Share Button


  • Zum Synonym geworden: Globalisierung und US-amerikanische Militärmacht

    Zum Synonym geworden: Globalisierung und US-amerikanische Militärmacht

    US-Soldaten tragen den Sarg mit den Überresten eines unidentifizierten US-Army Soldaten, zu einem Flugzeug auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Deutschland. Der Soldat war zuvor bei einem Bombenanschlag auf eine US-Militärbasis in Kuwait getötet worden, März 2001. .
    Das US-Establishment ist entsetzt. Trump droht das globale Geschäftsmodell kaputt zu machen. Die NYT bemüht in einer Dokumentation fadenscheinige Argumente, um zu zeigen, wie viel Nutzen das amerikanische Volk aus Washingtons globalen Militär-Bündnissen ziehe.

    von Rainer Rupp

    Im Wahlkampf hatte der neue US-Präsident Donald J. Trump dem damaligen Amtsinhaber Obama immer wieder vorgeworfen, dieser habe weltweit viel zu viel Geld für die militärische Verteidigung der Verbündeten der USA ausgegeben und dafür so gut wie nichts zurückbekommen.

    Schlimmer noch: Statt den USA dankbar zu sein und sie für die Kosten ihrer Militäranstrengungen zu kompensieren, hätten die US-Verbündeten die Lage auf Kosten Amerikas ausgenutzt. Statt selbst mehr für ihre eigene Verteidigung auszugeben, hätten sie in ihre zivilen Industrien investiert und deren Produkte anschließend dank der großzügigen US-Zollfreiheit in die USA verkauft.

    So hätten die Verbündeten riesige Handelsbilanzüberschüsse auf Kosten des Industriestandorts USA erzielt und viele Millionen guter US-Arbeitsplätze vernichtet.

    Diesen Angriff auf den Globalisierungsförderer Obama konnte die New York Times, die sich als Leitorgan der neoliberalen Globalisierung sieht, nicht unbeantwortet hinnehmen. Am 16. Januar 2017, vier Tage vor dem Amtsantritt von Trump, hat das Blatt daher eine auf offiziellen Zahlen basierende Dokumentation veröffentlicht. Damit sollten die Verdienste des scheidenden Präsidenten Obama um die Wohlfahrt und Sicherheit der Globalisierungsprofiteure angemessen gewürdigt werden. Herausgekommen ist dabei allerdings eine entlarvende Darstellung des US-Hegemons.

    In der Tat hat die NYT in kondensierter Form eine beeindruckende Präsentation der Art und der Funktionsweise des US-Imperiums vorgelegt. Letztlich geht es darum, wie rabiate Falken – neo-konservative Republikaner und liberale Demokraten – die globale Expansion der US-Großkonzerne und deren grenzenlosen Handel, Investitionen und Kapital- und Profittransfers militärisch absichern. Gleichzeitig schützen sie die US-Vasallen in den Regierungen der jeweiligen Länder und sichern diese in ihren Ämtern ab. Angeblich geschieht das alles zum Wohl der Vereinigten Staaten, tatsächlich aber nur für das oberste eine Prozent und die Verwalter des dort konzentrierten Reichtums.

    Die Dokumentation beginnt etwas pompös mit der Erklärung: „Verträge mit mehr als 30 Ländern helfen, in den Regionen Stabilität zu schaffen, die wirtschaftlich und politisch für die Vereinigten Staaten am wichtigsten sind.“ Daran anschließend zeigen Schaubilder jene Länder und Regionen rund um den Globus, „mit denen die USA gegenseitige Verteidigungsverträge haben“.

    Andere zeigen die gigantischen Handelsströme zwischen diesen Ländern und den USA. Weitere Schaubilder mit Text zeigen, dass die USA im Ausland dauerhaft mehr als 210.000 Soldaten stationieren müssen, vor allem in den Regionen „aktiver Konflikte“, wenn sie all das, worauf der

    angebliche US-Wohlstand gründet, beschützen wollen.

    ——————————————————————————————————————————————————————————–

    In Europa haben die USA rund 80.000 Soldaten sowie die Sechste Flotte mit Sitz in Italien stationiert. Deren Zweck ist es angeblich, „die NATO-Verbündeten zu verteidigen“ und als „Abschreckung gegen Russland“ zu dienen. Im Gegenzug erhalten die USA das Versprechen der NATO-Verbündeten, „die Vereinigten Staaten zu verteidigen“. Zugleich dürfen die USA ihre eigenen Militärbasen in Europa rund um Russland und in der Nähe zum Nahen Osten und zu Afrika unterhalten. Die Kosten dieser Basen werden demnach zu 34 Prozent von den Verbündeten übernommen. All das erlaube es den USA, die EU als größten Handelspartner zu haben und zu halten.

    Im Nahen Osten unterhalten die Vereinigten Staaten allein in der Golfstaaten Truppen in einer Stärke von 28.000 Soldaten sowie die Fünfte Flotte mit Sitz in Bahrain, um „den freien Fluss von Öl und Gas zu sichern und zugleich die dortigen Verbündeten gegen den Iran zu verteidigen“. Im Gegenzug erhielten die USA Zugang zu 34 Prozent der weltweiten Ölexporte und 16 Prozent der Erdgasreserven. Außerdem haben sie die Möglichkeit, dort ihre eigenen Militärbasen gegen den Iran zu unterhalten. Deren Kosten würden zu 60 Prozent von den Golfmonarchien getragen.

    In Ostasien stehen mehr als 28.000 US-Truppen allein in Südkorea und 45.000 weitere in Japan. Zugleich dient die japanische Hafenstadt Yokosuka der Siebten US-Flotte als Sitz, um „dem Einfluss von China entgegenzuwirken und um die Verbündeten gegen Nordkorea zu stärken“. Im Gegenzug erhielten die USA die Möglichkeit, ihre eigenen „Militärbasen in der Nähe von China und Nordkorea“ zu unterhalten, wobei die Kosten für die Basen von den Alliierten im Ausmaß von 40 Prozent in Südkorea und 75 Prozent in Japan getragen werden. Das erlaube den USA zugleich, die Länder Japan und Südkorea als wichtige Handelspartner zu haben.

    In Südostasien schwankt die Zahl der US-Soldaten von Land zu Land erheblich. Gemeinsam mit australischen Soldaten sollen sie Thailand und die Philippinen schützen und für Sicherheit im Pazifik sorgen. In diesem Zusammenhang seien auch „die Militärmanöver mit den Verbündeten zur Sicherung der Freiheit der Schifffahrt im Südchinesischen Meer zu sehen“, durch welches 30 Prozent des Welthandels verlaufen. Im Gegenzug würde den Vereinigten Staaten dadurch die Möglichkeit geboten, einen maritimen Handel im Wert von mehr als fünf Billionen (5000 Milliarden) US-Dollar jährlich zu schützen. Zugleich hätten sie „eine Region erhalten, die den Vereinigten Staaten gegenüber freundlicher gesinnt sind. So sind sie eher in der Lage, sich gegen China zu vereinen“.

    Diese treffende Darstellung des US-Imperiums ist keine „Fake News“ eines linken Blättchens, sondern kommt aus der Feder des Organs der US-Großbourgeoisie, die sich ganz und gar der Rechtfertigung der Globalisierung verschrieben hat. Allerdings haben führende Vertreter des US-Establishments auch früher schon auf die Tatsache verwiesen, dass ökonomische Globalisierung und weltumspannende US-Militärmacht eng zusammenhängen.

    Ex-US-General Brent Scowcroft, Chef eines internationalen Beratungsunternehmens und ehemaliger Nationaler Sicherheitsberater von Präsident George H. W. Bush hat z. B. in einer seiner Reden unterstrichen, dass es das das US-amerikanische Kapital ist, das von der neoliberalen Globalisierung am meisten profitiert. Wörtlich sagte Scowcroft weiter:

    Dies ist eine Welt, in der der Kapitalismus gedeihen kann. Seitdem die Vereinigten Staaten die einzige Supermacht sind, sind Globalisierung und amerikanische Macht zu einem Synonym geworden.

    Ein anderes Mal sagte der General a.D., dass die US-Streitkräfte in den meisten Fällen gar nicht erst militärisch intervenieren mussten, um ihre Aufgabe der Absicherung der neoliberalen Globalisierung gerecht zu werden:

    Wo auch immer US-Amerikaner mit anderen Ländern über Investitionsschutz, Marktzugang oder sonst was verhandeln, immer fällt der Schatten der amerikanischen Militärmacht auf den Verhandlungstisch.

    Es sind die Hunderte von US-Militär-Basen, Nachschub- oder Trainingslager in über 130 Ländern, die diesen „Militärschatten“ darstellen. Und der wohl einflussreichste Kommentator der USA, der für die New York Times schreibende Thomas L. Friedmann, prahlte in seinem Kommentar „Manifest für eine schnelle Welt“, dass „der freie Marktkapitalismus und seine Ausbreitung in so gut wie jeden Winkel der Welt … vor allem von der US-Militärmacht abgesichert“ werde.

    ——————————————————————————————————————————————————————————–

    Sein

    An dem Tag, da die NATO unter US-Führung ihren Angriffskrieg gegen Jugoslawien begann, schrieb ebendieser Friedmann in der gleichen Zeitung:

    Damit die Globalisierung funktioniert, darf Amerika sich nicht scheuen, als die allmächtige Supermacht zu handeln, die es ist. Die unsichtbare Hand des Marktes wird nie ohne den F-15-Kampfjet von McDonnell-Douglas funktionieren. Und die unsichtbare Faust, die dafür sorgt, dass die Welt für McDonalds-Hamburger und Silicon-Valley-Technologien sicher ist, heißt US-Army, US-Navy, Air Force und Marine Corps.

    Nun ist das US-Establishment aufs höchste alarmiert. Entsetzt verfolgt es, wie der neue Präsident Trump sich anschickt, ihr schönes Geschäftsmodell zu demontieren und mit einem anderen zu ersetzen, das wieder auf mehr US-Isolationismus, Zollschranken und andere Einfuhrbarrieren aufbaut. Bevor sich Trump aber gegen die Übermacht seiner Gegner, auch die in seiner eigenen Partei, durchsetzen kann, wird er aber noch viele harte Kämpfe bestehen müssen.

    https://deutsch.rt.com/international/45819-zum-synonym-geworden-globalisierung-und-usa-militar/

    Share Button


  • Warum wir bald keine Schlachthöfe mehr brauchen

    Warum wir bald keine Schlachthöfe mehr brauchen

    Kommt das Steak der Zukunft aus dem 3D-Drucker?
    Fleisch essen, ohne Blut zu vergießen. Geht das? In der Biotechnologie ist es schon vor einigen Jahren gelungen, Fleisch künstlich im Labor zu kreieren. Die Methode massentauglich zu machen wäre nötig, nicht nur den Tieren zuliebe!

    Von Florian Osrainik

    Rosa Luxemburg beschrieb einst, wie Tiere beim Abladen ganz still und erschöpft standen. Und eins dieser Tiere, „welches blutete, schaute dabei vor sich hin mit einem Ausdruck in dem schwarzen Gesicht und den sanften schwarzen Augen wie ein verweintes Kind. Es war direkt der Ausdruck eines Kindes, das hart bestraft worden ist und nicht weiß wofür, und auch nicht weiß wie es der Qual und der rohen Gewalt entgehen soll.“

    Szenen wie diese müssen in Zukunft nicht mehr zum Alltag gehören. Es geht aber nicht nur um Moral.

    Bereits in den 1990er-Jahren wurden sogenannte In-vitro-Modelle – was so viel wie „im Glas“ bedeutet – zur Bestimmung von Keimen in Fleischproben verwendet. In der Folge begann man, an der Entwicklung von In-vitro-Fleisch zu forschen. Ziel war es, Fleisch im Labor zu kreieren, um es im industriellen Maßstab synthetisch produzieren und verzehren zu können.

    Das Modell basiert auf Methoden der Zellkultur, insbesondere auf den Methoden der Gewebezüchtung, der künstlichen Herstellung biologischer Gewebe. Die Ausgangszellen können dem jeweiligen Tier schmerzfrei via Biopsie entnommen werden, ganz ohne Qual und Henker.

    ——————————————————————————————————————————————————————————-

    Vor allem in urbanen Gebieten verdrängt Fast Food in Asien das traditionelle, gesunde Essen.

    Danach wachsen und vermehren sich die Zellen in einem kontrollierten Mehrmedium. Das Medium enthält Antibiotika, damit Bakterien die Kultur nicht verunreinigen.

    Nach wenigen Wochen – die Zirkulation des Kulturmediums in rotierenden Flaschen erhöht die Versorgung der Zellen mit Nährstoffen und Sauerstoff – hat man dann genügend Zellen, um ein Stück Fleisch zu kreieren.

    Die Methode kommt ohne Eingriffe in die DNA-Sequenzen von Zellen, also ohne den Einsatz von Gentechnik, aus. Die dabei zugrunde liegende Technologie wird schon seit Längerem in der Medizin mit menschlichen Hautzellen angewendet, um Transplantate bei Brandverletzungen zu züchten.

    Theoretisch könnte auf diese Weise der weltweite Fleischverbrauch gedeckt werden. Und das wäre dringend nötig, denn der Konsum von Fleisch hat sich in den letzten 50 Jahren vervierfacht, was Tieren und dem Planeten jeden Tag einen enormen Schaden zufügt.

    Heute wird die Zahl vegetarisch und vegan lebender Menschen weltweit auf rund 1 Milliarde geschätzt. Die steigende Nachfrage nach verbessertem Fleischersatz, vegetarischer und veganer Ernährung, dürfte aber nicht nur auf die Ansicht, dass es sich beim Verzehr von totem Leben um ein „Überbleibsel der grössten Rohheit“ handeln würde, wie Leo Tolstoi meinte, oder gar die Vorstellung, ein Tier könne im Jüngsten Gericht sitzen, zurückgehen.

    Auch die nackten Zahlen machen nachdenklich. Schlachtet die Menschheit doch jedes Jahr rund 300 Millionen Rinder, 4 Milliarden Schweine, 1 Milliarde Schafe und Ziegen, 5 Millionen Pferde, 2 Millionen Kamele, 3,5 Milliarden Enten und Puten oder 60 Milliarden Hühner ab.

    Dazu kommt noch alles, was aus dem Wasser kommt. Und da die Weltbevölkerung immer schneller zunimmt und auch Menschen in Schwellen-und Entwicklungsländern, besonders in Asien, man denke an die 1,4 Milliarden Chinesen, mehr Fleisch wollen, gibt es ein akutes Problem mit Mutter Erde.

    Nach Angaben der UN werden 30 Prozent der eisfreien Fläche unseres Planeten für die Nutztierhaltung verwendet. Bezieht man die Futtermittelherstellung mit ein, so werden pro Kilogramm Rindfleisch rund 100.000 Liter Wasser benötigt.

    ——————————————————————————————————————————————————————————-

    Blick auf die Altstadt von Florenz, die 1982 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Florenz, Italien, 16. Oktober, 2014.

    Schon heute beutet die Landwirtschaft in wenig geeigneten Regionen, etwa in Wüstengegenden, Böden aus – die Fleischproduktion nimmt rund 70 Prozent der verfügbaren landwirtschaftlichen Fläche ein – so ist eine weitere Expansion schwer vorstellbar.

    Bei einer wachsenden Weltbevölkerung von täglich rund 230.000 Menschen und vorausgesetzt alle streben den Fleischkonsum der Europäer an, werden jeden Tag 60.000 Hektar neues Farmland und schon bald mehr als eine Erde nötig sein. Berücksichtigt man den Ressourcenverbrauch für den westlichen Lebensstil, so werden es dreieinhalb Erden.

    Würde die Europäische Union das Ziel einer autarken Versorgung und einer tiergerechten Haltung anstreben, so müssten nicht nur sämtliche Landflächen in Weideland umgewandelt werden, sondern auch noch ein Viertel des afrikanischen Kontinents – inklusive bisheriger Ackerflächen, aller Wälder, Wüsten und Städte.

    Spitzenreiter beim Fleischverbrauch sind die USA. Das führt in den Vereinigten Staaten unter anderem dazu, dass man unzählige Rinder in sogenannten Feedlots – auf einem Quadratkilometer über 100.000 Tiere – zusammenpfercht.

    Eine glückliche Kuh auf der Weide verbraucht, im Vergleich zu einer Kuh aus industrieller Haltung, bis zu zehn Mal mehr Fläche. Und ein Paar, das sich nach durchschnittlichem Fleischkonsum ernährt, etwa in Deutschland, erfordert eine Anbaufläche von rund 4.600 Quadratmetern für seine Lebensmittel.

    Ein sich vegetarisch ernährendes Paar dagegen nur 1.300 Quadratmeter. Hinzu kommt, dass industrielle Tierhaltung Unmengen an Getreide und Soja – Schlachttiere fressen etwa ein Drittel der weltweiten Getreideernte weg – verschlingt, zur Ausbreitung von Seuchen beiträgt und den Treibhauseffekt durch den Ausstoß von Methan verstärkt.

    In-vitro-Fleisch könnte nach Cicero – „Ich bitte dich nicht, mich zu verschonen, wenn du in Not bist, sondern nur, wenn du frevelhafte Begierde hast. Töte mich, um zu essen, aber morde mich nicht, um besser zu essen!“ – also nicht nur das Morden an Tieren der Gelüste wegen reduzieren, es hätte auch ein enormes Potenzial für Ökologie und Gesundheit.

    Durch die Züchtungen in sterilen Zellkulturen oder Bioreaktoren – hier kommen Zellen, Medien und Andockmaterial zusammen – die sich besser zur industriellen Fertigung eignen, könnte auch die Überwachung und Fernhaltung von Krankheitserregern oder Giftstoffen bald einfacher umgesetzt

    werden.

    ——————————————————————————————————————————————————————————–

    Mineralöl in Reinform

    Kostete die Herstellung des ersten Burger aus dem Labor, im Jahr 2013 von Professor Mark Post von der Universität Maastricht präsentiert, noch rund 340.000 US-Dollar und war geschmacklich noch nicht ganz perfekt, so gab das Unternehmen Mosa Meat 2015 bekannt, dass der Preis bereits auf umgerechnet rund 60 bis 70 Euro pro Kilogramm gesenkt werden konnte.

    Peter Verstrate von Mosa Meat ist zuversichtlich, Laborburger bis 2020 auf dem Markt anbieten zu können. Dafür sollen weitere Wissenschaftler eingestellt werden. Weitere Start-up-Unternehmen, wie Memphis Meats oder Modern Meadow forschen ebenfalls daran, Leder und Fleisch in Zukunft ohne Tierlied zu produzieren.

    Andere alternative Firmen, wie Muufri entwickeln etwa künstliche Kuhmilch oder, wie Impossible Foods, pflanzliche Burger, die wie Fleischburger schmecken. Die hergestellten In-Vitro-Gewebe hätten laut Forschern jedenfalls dieselbe Struktur wie die im lebenden Tier.

    Das Fleisch müsse auch wie Herkömmliches schmecken, andernfalls wird es schwer, Konsumenten zu überzeugen, auf Fleisch von geschlachteten Tieren zu verzichten. In Zukunft soll das künstliche Fleisch zu den stark subventionierten Tierprodukten in den USA und der EU mehr als nur konkurrenzfähig sein.

    Es soll diese vielmehr verdrängen und überflüssig machen. Steigt der Fleischbedarf aber weiterhin an, so verschärfen sich die ökologischen Probleme und der Welthunger nur noch mehr.

    Wird das Ziel der Massenherstellung erreicht, so würden mit etwas tierischer DNA, etwa einem kleinen Stück eines Rindermuskels, Tausende Kilo Fleisch erzeugt und ein heimischer 3D-Drucker könnte ein Filet kreieren. Die Reproduktion von Fleischwaren, etwa von Wurst, Nuggets oder Burgern, ist dabei relativ einfach.

    Schwierigkeiten macht der Forschung noch der Nachbau von Fleisch in seiner Originalkonsistenz, etwa eines Steaks. Dieses besteht aus Muskelfleisch mit langen feinen Äderchen und muss dreidimensional, am besten an einem essbaren Gerüst wachsen. So etwas zu kreieren ist eine größere Aufgabe, als der Nachbau kleiner Zellbällchen wie bei Nuggets.

    Am Ende wäre das blutlose Fleisch aus dem Labor auch unbedenklicher zu verzehren als vieles, was heute an tierischen Produkten in den Regalen und Auslagen angeboten wird, denn es werden weder Antibiotika noch sonstige Futterzusätze verwendet.

    Hackfleisch aus einem Bioreaktor würde nur aus Hackfleisch, nicht aus sonstigen tierischen Abfallprodukten bestehen und die hygienischen Bedingungen wären bei der Herstellung im Labor wesentlich strenger, als es bei der Massentierhaltung je möglich sein wird.

    Und letztlich handelt es sich beim Laborfleisch nicht wirklich um ein Kunstprodukt, sondern vielmehr um echtes Fleisch. Geschieht bei der Reproduktion doch nichts, was nicht auch beim lebenden Tier passiert.

    Wem es aber künftig vor Fleisch aus dem Glas mehr grauen sollte, als vor Fleisch aus dem Schlachthof, der könnte in Zukunft des Öfteren an Pythagoras denken: „Wer mit dem Messer die Kehle eines Rindes durchtrennt und beim Brüllen der Angst taub bleibt, wer kaltblütig das schreiende Böcklein abzuschlachten vermag und den Vogel verspeist, dem er selber das Futter gereicht hat – wie weit ist ein solcher noch vom Verbrechen entfernt?“

    https://deutsch.rt.com/gesellschaft/45879-warum-wir-bald-keine-schlachthoefe-mehr-brauchen-fleisch-vegan-vegetarier-wissenschaft/

     

    Share Button


  • Blitzmeldung: Aufruf zum Mord an Trump

    Die Wochenzeitung „Die Zeit“ verkündete: „Die Chance von Donald Trump, die ersten zwei Jahre seiner Amtszeit zu überleben, liegt vermutlich bei kaum mehr als 10 Prozent.“ Josef Joffe, der Herausgeber der „Zeit“ warf im Presseclub des Zwangssenders ARD, sogar einen  “Mord im Weißen Haus” als mögliches Mittel in die Runde, um den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump vor Ablauf seiner Amtszeit aus dem Weißen Haus zu entfernen.

    Befasst man sich aber mit der Vita von Josef Joffe, dann weiß man, wessen geistiges Kind er ist. Er ist gern gesehener Gast auf den Konferenzen der geheimnisumwitterten Bilderberger, deren Agenda durch Trumps Wahlerfolg offenkundig ins Wanken kommt. Durch Joffes Äußerungen wurde sichtbar, wie verzweifelt die Eliten sind. Viele Prominente gaben sogar nach Trumps Wahl lautstark bekannt, den USA den Rücken kehren zu wollen. Der bekannte deutsche Schauspieler Jürgen Prochnow, der seit Jahren in den USA lebt, ist einer von ihnen.

    Wie so häufig mischt diesmal auch der Multimilliardär George Soros, der bereits über seine „Open Society Foundation“ die Farbenrevolution in Ägypten und der Ukraine finanziert hat, mit.  Bei dem „Marsch der Frauen“, einen Tag nach Donald Trumps Vereidigung in Washington, zog er ebenfalls die Fäden. Dort sprach die bekannte Popsängerin Madonna sogar davon, das Weiße Haus in die Luft sprengen zu wollen.

    In meinem letzten Artikel schrieb ich davon, dass das Denken der Menschen vergleichbar ist mit einem Diaprojektor, bei dem die Medien gezielt bestimmte Dias einschieben, um das gewünschte Bild mit den dazugehörigen Emotionen zu erzielen. Erklärung im Newsletter:

    2017- Warum ein großer Umbruch unmittelbar bevorsteht + Video

    Hier einige Dias, die der Bevölkerung vorenthalten wurden, da sich nicht dem gewünschten Bild entsprechen:

    • In Obamas Amtszeit wurden beispielsweise über 100.000 Bomben durch Drohnen abgeworfen. Allein 2016 gab es 26.000 Bombenabwürfe durch Drohnen. Dabei kamen mehrere hunderttausend Menschen ums Leben.
    • Obama ist der einzige US-Präsident, der während seiner gesamten Amtszeit ununterbrochen Krieg führte. Er trat mit dem Versprechen an, die Kriege seines Vorgängers George W. Bush zu beenden. Dabei hat er sogar noch neue Kriege angefangen, wie in Libyen, Syrien und Jemen. Fast hätte Obama sogar einen Krieg mit Russland vom Zaun gebrochen.

    Aber von den Protesten und Demonstration der Madonnas, Prochnos und Joffes dieser Welt gab es weit und breit keine Spur.

    Aufruf:

    Für alle diejenigen, die noch nicht unserem Weg gefolgt sind und den Rundfunkbeitrag verweigern, so wie im Buch „Die GEZ-Lüge“ beschrieben, sollten dies mit ihrem Gewissen abgleichen: Sind sie weiterhin bereit, die Fake-News, Hassreden und Lügenpropaganda der Mainstreammedien zu finanzieren?

    Das auf Lügen aufgebaute System, wird nur durch Angst aufrechterhalten. Dies zu erkennen ist der erste Schritt zur Erlangung der Freiheit.

    Krishnamurti formulierte das so: „Dein Verlangen nach Sicherheit erzeugt Angst, und es ist diese Angst, die sich der Unterdrückung durch Autoritäten beugt. Die Angst sagt dir nicht, wie denken sollst, sondern was du denken sollst. Nur wenn du frei von Angst bist, kannst du die Wirklichkeit entdecken.“ (Krishnamurti  Ojai, 1945-1946)

     

    Über diese und andere Themen schreibe ich regelmäßig in meinem kostenlosen Newsletter der mittlerweile von ca.1 Million Menschen gelesen wird. Anmeldung unter: http://www.macht-steuert-wissen.de/newsletteranmeldung/

    Mehr im Skandalbuch „Die GEZ-Lüge„.

    Beste Grüße

    Erkennen- Erwachen- Verändern

    Heiko Schrang

    P.S.: Ich erhebe keinen Anspruch auf Absolutheit für den Inhalt, da er lediglich meine subjektive Betrachtungsweise wiedergibt und jeder sich seinen Teil daraus herausziehen kann, um dies mit seinem Weltbild abzugleichen. Weitere Anregungen auch unter www.macht-steuert-wissen.de

    Share Button


  • Belgisches Pädophilen-Opfer packt aus – „Ich traf Politiker, VIPs und Staatsoberhäupter“

    Hier erzählt die 53-jährige Anneke Lucas, wie sie als Kind fünf Jahre lang Vergewaltigung und Folter erlebte: Sie war Opfer jenes berüchtigten belgischen Kinderschänder-Netzwerks, das in den 90er Jahren durch den „Fall Dutroux“ bekannt, aber niemals ganz enttarnt wurde. Adlige, Politiker und VIPs seien in die Verbrechen involviert, sagt Lucas, die nur durch Glück überlebte.

    Die britische „Daily Mail“ erzählt die erschütternde Lebensgeschichte der 53-jährigen Belgierin: Sie sei als Kind fünf Jahre lang von einem Pädophilen-Netzwerk missbraucht und gefoltert worden, sagt Anneke Lucas, die heute als Yoga-Lehrerin in New York lebt und selbst eine 15-jährige Tochter hat.

    Die Erlebnisse, von denen Lucas berichtet, sind schwerste Verbrechen, wie sie in den 90er Jahren aus dem Umfeld des belgischen Kinderschänders Marc Dutroux berichtet wurden. Lucas gibt an, 1974 von einem Mann gefoltert worden zu sein, der 1996 einer der Angeklagten im Fall Dutroux war. Ein Sprecher der belgischen Polizei sagte zur „Mail“, dass man die Behauptungen von Frau Lucas nicht kommentieren könne.

    Belgiens Justiz war in den 90er Jahren durch die Dutroux-Enthüllungen auf ein Pädophilennetzwerk gestoßen, dass niemals ganz enttarnt wurde. Es gab mehrere „Ermittlungspannen“ und tote Zeugen. 2004 bekam lediglich Dutroux eine lebenslange Strafe.

    Ihre Mutter verkaufte sie an die Monster

    Im Jahr 1969 war Anneke Lucas gerade mal sechs Jahre alt, als sie an das Netzwerk verkauft wurde – von ihrer Mutter. Diese fuhr sie von da an überall hin, wenn sie vom „Boss“ einen Anruf bekam. Dieser Boss war „ein belgischer Kabinettsminister“, sagt Lucas. „Meine Mutter war nie wirklich eine Mutter. Sie war eine sehr kranke Frau und ein Psychopathin.“

    Auf der ersten „Party“, die auf einem Schloss stattfand, wurde sie mit einem metallenem Hundehalsband auf einer Bühne angekettet und dazu gezwungen, menschlichen Kot zu essen. Anschließend führte man sie in einen Keller und zeigte ihr die Leiche eines frisch ermordeten Kindes. Die Botschaft war klar: „Wenn du redest, stirbst du.“

    Lucas beschreibt in einem persönlichen Bericht auf „Global Citizen“, dass sie sich völlig zerbrochen und erniedrigt gefühlt habe. In diesem Moment wusste sie, dass sie irgendetwas tun musste, um zu überleben.

    Ich erkannte Leute aus dem Fernsehen wieder“

    Ich blickte auf die bizarre Menge von Aristokraten, die als Hippies verkleidet waren, die in verschiedenen Stadien sexueller Interaktion zu psychedelischer Musik herumschwankten, emsig von kleinen Pillen und vorgerollten Joints Gebrauch machten, die ihnen auf silbernen Tabletts von nüchternen Kellnern gereicht wurden.“ In diesem Moment habe sie vor Angst gezittert, aber sich innerlich gesagt – was diese Erwachsenen tun ist falsch und sie werden alle im Gefängnis landen.

    Über einen erschrockenen Anzugträger, der an jenem Abend für einen Moment mitfühlend zu ihr schaute, sagt sie: „Ich habe ihn nie wieder im Netzwerk gesehen. Er wurde ein prominenter belgischer Politiker.“

    Die Mitglieder des Netzwerkes gehörten alle der Elite an. „Ich erkannte Leute aus dem Fernsehen wieder. Ich stieß auf VIPs, europäische Staatsoberhäupter und sogar ein Mitglied einer königlichen Familie“, schreibt Lucas. „Ich wurde mit der dunklen Seite ihrer Machtabhängigkeit konfrontiert – jener Seite, von der niemand glaubt, dass sie existiert.“

    Überleben in der Unmenschlichkeit

    In ihrer Familie und ihrer Schule existierte Anneke fortan wie ein Nichts – und auch ein anderes Mädchen aus ihrer Schule war in den Fängen des Netzwerkes. Sie hatte kaum Freunde – und absolut niemanden, dem sie sich anvertrauen konnte.

    Sie schätzt, dass sie vor ihrem 12. Geburtstag pro Woche sechs Stunden lang vergewaltigt wurde – insgesamt über 1.700 Stunden. „Üblicherweise ging es die ganze Nacht und übers Wochenende“, sagte sie zur „Mail“.

    Weil ihre Eltern nicht darüber sprachen, fing sie an sich selbst zu sagen: „Es ist normal.

    Auf die unmenschlichen Umstände reagierte sie mit Anpassung und einer Art Stockholm-Syndrom. Sie zog so etwas wie Stolz daraus, von mächtigen Männern missbraucht zu werden, welche die Kinder als Luxus-Objekte benutzten. Die Mitglieder des Netzwerkes hatten alle unterschiedliche Motive, warum sie involviert waren.

    Bloß nicht auffallen

    Die Drohung, ermordet zu werden, war allgegenwärtig. Lucas sagt: „Die Kinder wurden gegeneinander ausgespielt. Es gab Freundschaften, aber ich versuchte, die Dinge so oberflächlich wie möglich zu halten, um zu überleben.“ Auch wollte sie keinesfalls „Liebling“ irgendeines Täters werden. Mädchen wurden häufiger ermordet als Jungs, die wiederum häufiger gefoltert wurden, als die Mädchen. „Ich wusste, was mit Mädchen passiert war, die aufgefallen waren … Das gab eine Menge Probleme. Also versuchte ich, nicht aufzufallen“, sagt Lucas zur „Mail“.

    Nach fünf Jahren war sie für das Netzwerk „nicht mehr nützlich“ und sie sollte auf einem Fleischerblock ermordet werden. Dies wurde in letzter Sekunde abgewendet, weil ein 20-jähriger Politikersohn, der Sympathie für sie empfand mit dem Chef des Netzwerks einen Deal aushandelte: Er würde für ihn arbeiten, wenn Anneke verschont würde. „Diese eine gute Tat kostete ihn schließlich sein eigenes Leben. In diesem Milieu ist jeder Funken Menschlichkeit eine tödliche Schwäche.“

    „Kein Kind verdient das, was ich durchgemacht habe“

    Lucas sagt: „Kein Kind verdient das, was ich durchgemacht habe, oder was Millionen von Kindern durchmachen.“ Sie selbst hat vier Jahrzehnte Verdrängung hinter sich, bis sie erstmals mit einem anderen Menschen über ihre Geschichte sprechen konnte. Im Dezember 2016 machte sie ihre Lebensgeschichte öffentlich.

    Sie sagt: „Wenn wir als Spezies überleben wollen“, müsse die Welt bereit sein, sich mit der Dunkelheit der Kinderschänder-Netzwerke auseinanderzusetzen.

    Sie schätzt, dass viele der Täter – „machtsüchtige Menschen, Führungspersönlichkeiten und korrupte Politiker, die Kinder missbrauchen“ – selbst als Kinder missbraucht wurden und deshalb in einer Spirale der Vergeltung feststecken. Diese Menschen würden die Macht über andere als Mittel benutzen, um einst erlittene Demütigungen nie wieder fühlen zu müssen. Ihnen fehle der Mut, zu heilen. Lucas schreibt:

    „Das reine Überleben im Alltag, während man versucht, von sexuellem Missbrauch in Kindertagen zu heilen, erfordert tausendmal die Kraft, die jemand ohne Bewusstheit braucht, um eine erfolgreiche Karriere zu machen. Und die Gesellschaft schätzt den Karrieremenschen immer noch höher als den Überlebenden.“

    Überlebende können Weg in die Zukunft zeigen

    Sie ist der Ansicht, dass alle Überlebenden von Missbrauch, Inzest oder Sex-Sklaverei eine enorme Stärke besitzen und ihre Heilung und Überlebenskraft die der ganzen Gesellschaft anregen kann. Sie schreibt:

    „Wir müssen lernen, unsere Überlebenskraft in unserem eigenen Interesse zu nutzen, sodass wir unser beschädigtes Ich heilen können und diese Kraft kanalisieren, um den Weg in eine Zukunft zu zeigen, in der einstige Opfer durch Liebe, Verständnis und Mitgefühl für alle siegen.“

    http://www.epochtimes.de/politik/europa/belgisches-paedophilen-opfer-packt-aus-ich-traf-politiker-vips-und-staatsoberhaeupter-a2032991.html

    Share Button


  • Asyl in Deutschland – seid willkommen

    Deutschland wird laut neuer Flüchtlingsamts-Leiterin jede beliebige Menge an afrikanischen „Klimaflüchtlingen“ bewältigen

    Die designierte Präsidentin des BAMF hält nichts von Obergrenzen und will "natürlich" jeden Flüchtling in Deutschland aufnehmen. Foto: European Commission DG ECHO / flickr (CC BY-ND 2.0)

    Die designierte Präsidentin des BAMF hält nichts von Obergrenzen und will „natürlich“ jeden Flüchtling in Deutschland aufnehmen.
    Foto: European Commission DG ECHO / flickr (CC BY-ND 2.0)
    25. Januar 2017 – 13:00

    Seit Beginn dieses Jahres hat das deutsche Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) eine neue kommissarische Leiterin, die mit Februar zu dessen Präsidentin und Nachfolgerin von Frank-Jürgen Weise ernannt wird. Jutta Cordt, promovierte Juristin, hat einem Bericht des Magazins Focus zu Folge zur Aufgabe bekommen, diese Behörde „auf Vordermann zu bringen“. Gleich zu Amtsantritt sorgt sie nun für einen Paukenschlag, wie auch metropolico.org berichtet.

    Auch bei neuen Flüchtlingsströmen keine Obergrenze 

    Laut einer ihrer ersten „Wortmeldungen“ sieht Cordt auch bei einem neuerlichen, von Experten prognostizierten Flüchtlingsansturm keinerlei Handlungsbedarf hinsichtlich der Einführung einer Obergrenze. Als alternativlos bezeichnet die angeblich Parteilose dabei die Bewältigung immer neuer Migrationsströme, denen Deutschland gegenüber steht. Es gäbe keine Aufnahmemenge, die von Deutschland nicht bewältigt werden könne, so die designierte Präsidentin des BAMF.

    Im besten Falle könnte man diese Aussage als lebenserhaltende Maßnahme ihrer Behörde werten, im schlimmsten wohl als grobe Fahrlässigkeit.

    Millionen „Klimaflüchtlinge“ bereits in „nordafrikanischer Wartehalle“

    Die von Experten unter dem verharmlosenden, medienwirksamen und politisch korrekten Begriff „Klimaflüchtlinge“ zusammengefasste Gruppe, die in Millionenstärke bereits in Nordafrika auf die Überfuhr nach Europa hofft, wird nach Aussage von Cordt scheinbar selbstverständlich in Europa und vor allem in Deutschland Aufnahme finden. Wurde damit nicht eine erneute Einladung des „gastfreundlichen“ Deutschland ausgesprochen?

    Bundesregierung hält sich in Vorwahlzeiten bedeckt

    In Deutschland steht der Wahlkampf vor der Tür und daher hält sich die Bundesregierung mit der Veröffentlichung neuer Flüchtlingszahlen tunlichst bedeckt. Den Regierenden liegt es fern, die Bürger mit Zahlen zu Trends der ungezügelten Migration zu verängstigen. Auch dass sich diese nach wie vor auf hohem Niveau bewegt und in absehbarer Zukunft alleine durch den Familiennachzug noch verstärken wird „umschifft“ man schweigend.

    Alleine 2016 wurde von 750.000 Migranten Asyl beantragt, über Familienvisa sollen ab 2018 mehr als eine halbe Million Syrer nach Deutschland kommen. Die Zahl der Iraker und Syrer, die Familien nachholen, hat sich bereits verdreifacht.

    Keine Entspannung in Sicht: 2,7 Millionen warten in einem Lager

    Alleine in einem Lager nahe der nord-nigerianischen Stadt Kano am Tschadsee warten 2,7 Millionen Flüchtlinge, die sich großteils auf der Flucht vor der dort wütenden Boko-Haram-Terroristen befinden, auf Weiterreise Richtung Nordafrika und Europa. Die Lage ist von einer gerne durch die Bundesregierung herbeigeredeten Entspannung noch weit entfernt.

    Berichten des Nachrichtenmagazins Focus zu Folge bereite sich das Kabinett Merkel bereits auf einen weiteren Flüchtlingsansturm vor. Der „blauäugige“ Versuch, die weltweiten Missstände über Steuergelder und naive Helfershelfer beseitigen oder abschwächen zu wollen, könnte Deutschland spätestens 2018 richtig teuer zu stehen kommen.

    „Alternativlose“ Durchhalteparolen der designierten BAMF-Chefin

    Die Neo-Flüchtlings- und Migrationsbeauftragte wartet freilich mit keinerlei neuen Erkenntnissen oder Innovationen angesichts der prekären Lage auf. Ganz im Gegenteil, um scheinbar auch ihr Amt und den dazugehörigen lukrativ wirtschaftenden Apparat zu rechtfertigen, geht Cordt den bisherigen, im Hinblick auf die Zukunft unverantwortlichen Weg völlig unbeirrt weiter, wie sie in einem aktuellen Focus-Interview unmissverständlich erklärt.

    Jeder, der Asyl verlangt, bekommt sein Verfahren

    Die 53-jährige Juristin erläutert, dass ihre Behörde vorbereitet sei, obwohl man keinerlei Auskunft darüber geben könne, wie viele „Flüchtlinge“ im heurigen Jahr zu erwarten seien. Angesichts der Prognosen, dass dieses Jahr ebenso viele Migranten zu erwarten seien wie 2015 und 2016, bekommt man auch von Cordt die allseits beliebte Phrase in der Steigerungsform „Wir müssen das schaffen“ serviert. Dass es eine Obergrenze gäbe, ab der ihre Behörde dem Ansturm nicht mehr gewachsen sein könnte, glaubt Cord nicht. „Jeder der bei uns Antrag auf Asyl stellt, hat ein Recht darauf, dass wir sein Schutzersuchen prüfen“, so die Neo-Präsidentin.

    Neben der selbstauferlegten Pflicht, die „Querelen“ der muslimischen Welt durch Aufnahme von deren Staatsbürgern zu bekämpfen, löst nun Deutschland allem Anschein nach ganz nebenbei die Auswirkungen des Klimawandels durch Aufnahme der sogenannten afrikanischen „Klimaflüchtlinge“. Also eben „weiter so“ und es darf noch ein wenig mehr sein.

    https://www.unzensuriert.at/content/0022994-Deutschland-wird-laut-neuer-Fluechtlingsamts-Leiterin-jede-beliebige-Menge

    Share Button


  • Gesellschaft

    We are the 0,000…1 Percent – Acht Milliardäre sind reicher als 3,6 Milliarden Menschen

    We are the 0,000...1 Percent - Acht Milliardäre sind reicher als 3,6 Milliarden Menschen

    Wo Reichtum ist, wächst Reichtum zu. Die Organisation Oxfam macht als Gründe dafür unter anderem Steuervermeidung, Vererbung von Großvermögen und Protektionismus zu Lasten der Entwicklungsländer aus.
    Vor einem Jahr besaßen noch 62 Superreiche so viel wie die gesamte ärmere Hälfte der Welt, nun reichen acht von ihnen aus. Selbst Oxfam ist von den Zahlen überrascht. Als Grund macht die Organisation vor allem die wachsenden Einkommensunterschiede aus.

    Die Zahlen sind erschreckend: Laut einer Studie der Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam besitzen die reichsten acht Menschen, allesamt Männer, zusammengenommen 426 Milliarden US-Dollar. Damit überflügeln sie gemeinsam das Vermögen der gesamten ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung.

    Diese Zahlen gehen aus dem Oxfam-Bericht „An Economy for the 99 Percent“ hervor, den die Organisation jüngst zum Beginn des Weltwirtschaftsforums in Davos präsentierte. Demnach ist die wachsende soziale Ungleichheit weit dramatischer als von Oxfam selbst angenommen, Tendenz steigend. Noch vor einem Jahr waren es 62 Menschen, die zusammengenommen mehr Reichtum besaßen als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung – insgesamt 3,6 Milliarden Menschen. Die eklatante Differenz erklärt sich laut Oxfam durch neue Vermögensdaten, vor allem aus Indien und China, aus denen hervorgeht, dass die Ärmsten noch erheblich weniger besitzen als bisher angenommen.

    ——————————————————————————————————————————————————————————–

    Hälfte des Weltvermögens liegt in Händen von nur acht Personen

    Oxfam Deutschland beschreibt die Situation anhand eines Bildes:

    Wäre das Weltvermögen ein Kleinwagen, gehörte der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung gerade einmal der mitgelieferte Wagenheber.

    Verantwortlich für die dramatische Entwicklung sind die immer weiter auseinandergehenden Einkommensunterschiede. Demnach verdient etwa der reichste Mann Vietnams an nur einem Tag mehr als die Ärmsten des Landes in zehn Jahren. Der Studie zufolge dauert die diesen Zahlen zugrundeliegende Entwicklung schon seit Jahrzehnten an. Denn während die Einkommen der ärmsten zehn Prozent der Weltbevölkerung zwischen 1988 und 2011 um weniger als drei Dollar angestiegen waren, vervielfachte das reichste eine Prozent sein Einkommen um das 182-fache.

    Daher verschärft die Situation in den so genannten Schwellen- und Entwicklungsländern zwar die Entwicklung, sie ist jedoch nicht Kern des Problems. Vielmehr ist sie ein Symptom der tiefer liegenden Krankheit eines global entfesselten Kapitalismus. Wirtschaftliche und soziale Ungleichheit sind mitnichten Problematiken der Staaten des globalen Südens. Oxfam erläutert die Besitzverhältnisse am Beispiel Deutschlands:

    In Deutschland besitzen 36 Milliardäre so viel Vermögen (297 Milliarden US-Dollar) wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung; das reichste Prozent besitzt rund ein Drittel des gesamten Vermögens (31 Prozent oder 3,9 Billionen US-Dollar).

    Viele Menschen haben zudem den Eindruck, dass die Politik vor der Wirtschaft kapituliert und sich vom launischen und eben nicht sozialen „Markt“ abhängig gemacht hat. Auch der Kampagnenleiter von Oxfam Deutschland, Jörn Kalinski, warnt vor den Folgen für den sozialen und politischen Zusammenhalt:

    Weltweit fühlen sich immer mehr Menschen abgehängt. Vielerorts stagnieren die Reallöhne, während Manager und Großaktionäre sich jedes Jahr steigende Millionenbeträge genehmigen. Für Bildung und Gesundheitsversorgung fehlt vielen Staaten das Geld, weil Supereiche und internationale Konzerne sich um ihre Steuerbeiträge drücken. Regierungen betreiben das Spiel der globalen Konzerne und reichen Eliten – und die Bevölkerung zahlt die Zeche. Das beschädigt den sozialen Zusammenhalt, behindert den Kampf gegen Armut und untergräbt den Glauben an die Demokratie. So bereitet Ungleichheit den Boden für Rechtspopulisten und andere Feinde einer solidarischen Gesellschaft.

    ——————————————————————————————————————————————————————-

    Bedürftige vor dem Eingang der Dortmunder Tafel e.V.

    Doch nach wie vor wird dieser – sich immer vehementer Gehör verschaffenden und oft von diffuse Ängste schürenden Trittbrettfahrern ausgenutzten – Entwicklung nicht entschieden begegnet. Noch immer scheinen die Entscheidungsträger an den politischen Hebeln der Macht offensichtlich nicht gewillt zu sein, die Gestaltungskraft der Politik wieder stärker zu nutzen. Mehr denn je scheint der Primat der Wirtschaft die politischen Entscheidungen zu bestimmen.

    Oxfam sieht die wirtschaftlichen Gründe für die wachsende soziale Ungleichheit in einem geradezu parasitären Gebaren der wirtschaftlichen Eliten:

    Diese Entwicklung hängt eng mit Möglichkeiten reicher Menschen und internationaler Konzerne zusammen, sich Vorteile auf Kosten des Allgemeinwohls zu verschaffen. Sie nutzen aggressive Steuervermeidungstechniken, verschieben ihre Gewinne in Steueroasen und treiben Staaten in einen ruinösen Wettlauf um Niedrigsteuersätze.

    Der „freie Wettbewerb“ ist eben nicht frei, sondern basiert zu einem erheblichen Maße auf Wettbewerbsvorteilen, die sowohl lokal als auch international ebenfalls sehr ungleich verteilt sind. Mit den Fähigkeiten des Einzelnen haben sie nur sehr peripher zu tun. Ein Beispiel geben diesbezüglich die Vermögen, die vererbt werden, Stichwirt: „Von Beruf Sohn“. So werden Prognosen zufolge in den kommenden zwanzig Jahren 500 der reichsten Menschen der Welt Vermögen in Höhe von 2,1 Billionen Dollar vererben. Dieser Reichtum wird neuen Reichtum produzieren, ohne dass die jeweiligen Besitzer des Vermögens mit besonderen Fähigkeiten gesegnet sein müssten.

    Ein weiteres Beispiel sind die „Economic Partnership Agreements“ (EPA) zu nennen, die etliche arme afrikanische Staaten dazu zwingen, ihre Zölle für europäische Erzeugnisse weiter zu senken, wiederum im Namen des „freien Wettbewerbs“. Da jedoch die heimische Wirtschaft nicht konkurrenzfähig genug ist, wird jegliche „Entwicklung“ im Keim erstickt. Zusätzlich überschwemmen hochsubventionierte EU-Produkte die lokalen Märkte und verdrängen etwa heimische Bauern vom Markt. Oxfam verweist auf das Beispiel des Schokoladenriegels. So erhielten Kakao-Bauern in den 1980er Jahren noch 18 Prozent des Gegenwerts eines Schokoriegels. Im Gegensatz dazu sind es heute noch sechs Prozent.


    ——————————————————————————————————————————————————————————–

    Endstation Obdachlosigkeit: Die Zahl der Wohnungslosen in Deutschland wächst.

    In Malawi, Vietnam und Kenia werden derweil von Unternehmen, die einige der profitabelsten Abnehmer in Großbritannien mit Erzeugnissen beliefern, Hungerlöhne gezahlt. So könnten etwa die Einkommen von kenianischen Blumenverkäufern verdoppelt werden, wenn nur fünf Cent zu einem Rosenstrauß im Wert von vier Pfund hinzugefügt würden. Stattdessen jedoch erhalten die Staaten dann ein Almosen namens „Entwicklungshilfe“, das Unterstützung suggeriert, wo ausbeuterische Strukturen vorherrschen.

    Um der Entwicklung lokal und international Einhalt zu gebieten, fordert Oxfam einen weltweiten Mindeststeuersatz für Konzerne, um diese daran zu hindern, sich der Besteuerung zu entziehen. Ebenso sollen Steueroasen trockengelegt und hohe Einkommen und Vermögen Stärker besteuert werden. Oxfam fordert auch, dass Unternehmen dazu verpflichtet werden sollten, nachzuweisen, wo sie ihre Gewinne erwirtschaften.

    https://deutsch.rt.com/gesellschaft/45410-we-are-the-00001-percent-oxfam-8-milliardare/

    Share Button